Tipps & Tricks ::: Provisorischer Anschlag

Ein provisorischer Anschlag wird verwendet, wenn die Maschen später wieder aufgefasst werden, um nahtlos in die andere Richtung weiterzustricken.
Beispiel: Eine Stola soll von der Mitte aus in beide Richtungen zu den Enden gestrickt werden, damit das Muster spiegelbildlich ist.

Ein provisorischer Anschlag kann mit einer Häkelkette gemacht werden. Es wird eine Luftmaschenkette in einer Kontrastfarbe - aber gleicher Fadenstärke - gehäkelt. Es können hier ruhig ein paar Luftmaschen mehr gehäkelt werden. Mit der Stricknadel werden nun die Maschen aufgefasst:

Wenn in einer Anleitung nichts anderes angegeben ist, wird zunächst die Rückreihe mit linken Maschen gestrickt. Danach kann normal gestrickt werden.

Nach Beendigung der 1. Strickhälfte werden die Querfäden aus der 1. Strickreihe aufgenommen.
Beispiel: Die 1. Stolahälfte ist fertig. Jetzt beginnt die 2. Stolahälfte. Die Querfäden sind die Verbindungen der Maschen, daher entsteht hier eine Masche weniger.
Beispiel: Auf dem Foto sind 9 Maschen auf der Nadel. Diese 9 Maschen sind durch 8 Querfäden verbunden. Dadurch entstehen auch nur 8 Maschen.

Die fehlende Masche wird (wenn in einer Beschreibung nichts anderes angegeben ist) am Ende der Reihe durch eine verdeckte Zunahme ausgeglichen. Diese Zunahme kann durch eine normale Masche + eine verschränkte Masche aus dem Querfaden erfolgen.

Nach der Maschenaufnahme kann normal weitergestrickt werden. Die Luftmaschenkette wird später entfernt.

Hinweis: Wenn die Maschen wie auf dem oben gezeigten Foto aufgenommen werden, kann die Häkelkette später aufgeribbelt werden. Wenn die Maschen anders aufgefasst werden, ist es nicht weiter schlimm. Die Kette wird dann aufgeschnitten.